Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder den Film \"Dogma\" gesehen. Ein ziemlich skuriller und komischer Film, der für mich sehr amüsant und kreativ mit vielen \"Glaubenssätzen\" spielt. Gleich am Anfang sagen die Filmemacher sehr deutlich, dass sie keine Glaubensüberzeugungen verletzten wollen. Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:
Denken Sie bitte daran: Auch Gott hat Sinn für Humor. Man muss sich nur einmal das Schnabeltier ansehen.
Citykirche ist jetzt gelb. Oder orange?Heiko Kuschel
Lange haben wir heute gebraucht, um das Büro farblich halbwegs auf Vordermann zu bringen. Ich war sehr froh über die Hilfe von Birgit, Anne, KeKs, Joo, dem Hausmeister Herrn Mild und natürlich Leonie und Ronja. Zusammen kann man eine ganze Menge bewegen. Und ein bisschen (gelbe? orange?) Farbe an der Wand macht so einen Raum schon gleich viel gemütlicher, selbst wenn er im Keller liegt.
Jetzt ist sie also eröffnet, die Stadtgalerie. Die Menschen haben sich ziemlich geknubbelt, manchmal war kaum noch ein Durchkommen. Ist klar: Jetzt am Anfang sind alle neugierig, wollen sich das anschauen und ein bisschen flanieren. Ja, sie ist gut geworden, und wenn es so weitergeht, ist sie wirklich der Publikumsmagnet, als der sie angepriesen wurde.
So, jetzt ist der Fasching vorbei. Heute kehrt der Ernst des Lebens zurück. Aschermittwoch: Der Beginn der Fastenzeit. Die 40 Tage bis Ostern (die 6 Sonntage sind da nicht mitgezählt, an denen darf man gewissermaßen das Fasten brechen!) sollen uns an die 40 Tage erinnern, die Jesus allein in der Wüste verbracht hat.
Die fünfte Jahreszeit ist ausgebrochen. Fasching überall. Im Radio läuft Karnevalsmusik, im Fernsehen die Sitzungen. Geschäfte schließen früher, morgen ist Schweinfurt wie umgekrempelt, wenn der Faschingsumzug stattfindet. Manchmal fragen mich Leute, ob man da als Christ eigentlich mitmachen darf. Na klar, sage ich. Gott will doch nicht, dass wir heulend in der Ecke sitzen. Gott will, dass wir uns freuen! Wenn die Bibel vom Himmel erzählt, dann als von einem Ort, an dem Freude herrscht und die Sorgen verflogen sind. Da, wo wir uns freuen, da sind wir Gott und dem Himmel ganz nah.
Manchmal scheint dieses ganze Leben hier wirklich nur noch Mist zu sein. So viele verlieren ihren Arbeitsplatz. Wer noch Arbeit hat, hat oft eine Menge Ärger am Hals. Alles wird teurer. Politiker geben Hunderte von Milliarden aus, während die "normalen" Menschen sich Gedanken machen, wie sie zehn Euro einsparen können.
Oh je. Schon mal auf den Kalender geschaut? Ich sags lieber nicht, was heute für ein Datum ist. Heute gehen viele mit einem mulmigen Gefühl aus dem Haus, denn angeblich ist ja heute ein Unglückstag.
Kennen Sie Blog? Ich meine, nicht einen Schreibblock oder Matheblock mit ck am Schluss, sondern mit g. So eine Art persönliches Tagebuch im Internet, für alle zugänglich. Auch auf der Homepage der Citykirche Schweinfurt finden Sie alle paar Tage aktuelle Gedanken. Es ist interessant und spannend, jeden Tag darüber nachzudenken, was heute eigentlich alles passiert ist.
Gute Nacht, schlafen Sie gut! Ja, schön wärs. Stattdessen liegt jetzt ein langer Tag vor uns, falls Sie nicht gerade von der Nachtschicht kommen. Gerade habe ich noch mit Freunden in den USA gechattet, da ist jetzt kurz nach halb zwölf nachts und sie gehen ins Bett. Also doch: Gute Nacht!
Ruhe, Mann! Jetzt hab ich gerade mal die Überschrift für heute gefunden und bin schon vier Mal von meinen Kindern unterbrochen worden. So kommt man doch zu nichts. Schon morgens geht der Trubel los. Natürlich ist das auch schön, so viel Leben um sich herum zu haben. Aber manchmal wäre ein bisschen Ruhe, ein Moment des Durchschnaufens, einfach wundervoll.
Haben Sie schon mal den Beruf gewechselt oder zumindest den Arbeitsplatz? Sind Sie schon mal umgezogen? Dann kennen Sie dieses Gefühl vielleicht: Vieles muss ich zurücklassen. Viel Unbekanntes liegt vor mir. Manches wirkt bedrohlich, anderes macht Lust darauf, neue Dinge zu entdecken.
Die Losung von heute macht mich sehr nachdenklich:
Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,29-31
Gute Freunde unserer Familie sind vor kurzem in die USA umgezogen. Heute abend konnten wir endlich mal wieder ein bisschen chatten, nachdem sie die größten technischen Probleme überwunden hatten. Die moderne Technik machts möglich. Demnächst, wenn dann alles funktioniert wie es soll, geht sogar Videotelefonie über Skype. Kostet nicht mal was. Am Schluss haben wir uns verabschiedet - die einen gingen zum Abend-, die anderen zum Mittagessen.
Morgen ist mal wieder einer der größten Jackpots der deutschen Geschichte zu knacken. 35 Millionen Euro - eine unvorstellbare Summe. Tja, damit könnte man schon was anfangen. Schulden abzahlen, Haus bauen, ordentlich in Urlaub fahren... und dann wäre das Geld noch fast nicht weniger geworden. Auch ich habe diesmal ein wenig Geld investiert, trotz der lächerlich geringen Gewinnchancen.
Irgendwie passt mir das ja überhaupt nicht: Insgesamt acht Tage offiziell "im Amt", davon vier Tage krank geschrieben - und morgen gehts erst einmal für drei Tage auf eine Fortbildung als Schulbeauftragter. Viel lieber hätte ich manches angepackt, wäre neuen Menschen begegnet, stattdessen sitze/liege ich zu Hause und schlucke Tabletten, mache Inhalationen, ruhe mich aus.
Seit ziemlich genau einem Jahr gab es wohl fast keine Nachrichtensendung, in der nicht ein Name aufgetaucht wäre: Barack Obama. Nun ist er also endlich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Vielleicht wird es jetzt ja wieder ein bisschen ruhiger um ihn, aber ich glaube es eher nicht.
Evangelist, Missionar und MärchenprinzSiegfried Bergler
Einführung von Pfarrer Heiko Kuschel
Schweinfurt, St. Johannis. Pfarrer Heiko Kuschel kann’s nicht lassen. So wie es einem modernen Citypfarrer ansteht, provoziert er auf süffisante Art und Weise die Gemeinde: Er beginnt seine Amtsantrittspredigt am 18. Januar (!) mit „Frohe Weihnachten“ und endet mit „Zum Wohl“ statt mit „Amen“. Ähnliches war man schon von ihm als Gemeindepfarrer in Gochsheim, vor allem als Dekanatsjugendpfarrer, gewohnt. Anlässlich seiner Einführung in das Doppelamt eines Citykirchenpfarrers und zugleich Dekanatsschulbeauftragten legt er auf der Kanzel – in der Hand ein Glas Wein (oder doch nur Wasser?) - die Erzählung von der „Hochzeit zu Kana“ (Joh 2) aus: Damals hätten sich die Gäste über den unerwarteten Weinnachschub und die gemeinsame Feier gefreut. Heute sieht sich Pfr. Kuschel in seiner Citypfarrerfunktion selbst als „das Gläschen Wein, das der Stadt bisher noch gefehlt hat.“ Und im Blick auf seine Schulstelle sagt er augenzwinkernd: „Religion ist ein Fach für Leib und Seele.“
Predigt am 2. Sonntag nach Epiphanias
Schweinfurt – St. Johannis, 18.1.2009
Einführung von Pfr. Heiko Kuschel als „Citypfarrer“ und Schulbeauftragter
Text: Joh 2, 1-11
Sehr erfreut hat mich die Meldung, dass die Citykirche nun schon ihre erste - nicht gerade unerhebliche - Geldspende erhalten hat. Vielen Dank dem Spender! Gerade jetzt, am Anfang, ist vieles noch sehr unklar. Wie viel Geld steht zur Verfügung? Was kann man an Einrichtungsgegenständen besorgen, wie sieht es mit Arbeitsmaterial aus? Gut zu wissen, dass ich nun ein klein wenig freier bin in der Auswahl, dass ich wirklich entscheiden kann, was sinnvoll ist.
Heute war ich zu Gast im Kirchenvorstand St. Johannis. Bei einer kleinen Vorstellungsrunde unterhielten wir uns über die Ideen, Vorstellungen und Wünsche der einzelnen KV-Mitglieder: Was soll so ein City-Pfarrer in dieser wunderschönen St. Johanniskirche so alles anstellen? Ein buntes, vielfältiges Spektrum ist da innerhalb einer halben Stunde entstanden. Von "Protokolle lesen" über "den Leuten die Kunstwerke nahebringen" bis zu "Kirchenferne ansprechen" - und noch ganz viele weitere Vorschläge. Lieber Kirchenvorstand von St.